28.3.2003

EBS stellt Landessieger des Wettbewerbs „Jugend forscht“

- Ein Schritt weiter auf dem Weg zu Star Trek -


Zwei Forschergruppen aus Schleswig-Holstein fahren Ende Mai weiter zur Bundesausscheidung nach Ludwigshafen, darunter Sabrina Thron (16), Olaf Zywietz (19) und Lars von der Wense (19) von der Elsa-Brändström-Schule.

Mit ihrer Arbeit „Schallausbreitung in Planetenatmosphären“ wurden sie am Freitag, dem 28. März, auf der feierlichen Siegerehrung im Norwegenkai zu Landessiegern in der Sparte „Physik“ gekürt.

„Was kann man auf dem Mars hören?“ hatte sich Sabrina gefragt und regte so die Beschäftigung mit diesem Thema an, für das sie dann auch die beiden Oberprimaner begeistern konnte, die nun mit ihr das siegreiche Forscherteam bildeten.

In einer aufwändigen Apparatur wurde die Ausbreitung von Schall in verschiedenen Gasgemischen untersucht, die in Zusammensetzung, Druck und Temperatur die Planetenatmosphären simulieren sollten. Inzwischen wissen sie: Auf dem Mars hört man schon nach kurzer Entfernung gar nichts mehr, seine Atmosphäre ist zu dünn. „Auf der Venus kann man dagegen den Schall 1000mal weiter hören als auf der Erde“, erklärte Lars die Forschungsergebnisse der Gruppe.

„Diese jungen Leute haben uns der Star-Trek-Generation einen Schritt näher gebracht: erforschen, was noch nie ein Mensch gesehen hat“, hieß es denn auch in der Laudatio für die preisgekrönte Arbeit.

Im Wettbewerb „Jugend forscht“ messen sich Jungforscher in den Sparten Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Informatik, Arbeitswelt sowie Geo- und Raumwissenschaften. In der Altersgruppe bis 15 Jahre heißt der Wettbewerb „Schüler experimentieren“. Während es bei den älteren Jungforschern 27 waren, traten in der Gruppe der Jüngeren dieses Jahr 123 Teilnehmer an, darunter zwei Teams, die im Rahmen der Hochbegabtenförderung an der EBS ihre Projekte entwickelten:

Von ihnen belegte Helge Epha mit seinem Beitrag "Streichholzraketen" den dritten Platz in der Sparte "Technik".

Mit dabei waren auch Katharina Mohr, Sören Janßen und Rasmus Epha mit ihrem Solarauto.

Die Wettbewerbsleiterin Bettina Hampel-Wollweber forderte Schüler wie Lehrer auf, noch mehr Werbung für die nächste Runde 2004 zu machen, die auch dann wieder von der Technischen Fakultät der Kieler Christian-Albrechts-Universität ausgerichtet wird.