10 000 Bäume für den Auwald an der Krückau

 

 

Die Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums in Uetersen und der Elsa-Brändström-Schule in Elmshorn haben eine von der Größenordnung einmalige Umweltaktion durchgeführt:

 

 

Zusammen haben sie am  28. April 2009 auf 7 ha ehemaliger Baumschulfläche 10 000 Bäume (Schwarzerlen, Flatterulmen, Stieleichen, Eschen und Winterlinden) in der Talaue der Alvesloher Krückau gepflanzt und somit einen richtigen Wald anlegen.

 

 

Unterstützt haben uns dabei

 

 

Warum pflanzen wir einen Wald?

 

Wir leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz: Das Holz der heranwachsenden Bäume besteht zu einem großen Teil aus Kohlenstoff. Den Kohlenstoff beziehen die Bäume aus der Luft, indem sie bei der Fotosynthese Kohlendioxid, das wir Menschen bei jedem Verbrennungsvorgang an die Atmosphäre abgeben, in Kohlenstoff und Sauerstoff aufspalten. Der Kohlenstoff wird für lange Zeit im Holz festgelegt. Somit wird der Atmosphäre das klimaschädliche Kohlendioxid entzogen. Und gleichzeitig verbessert der frei werdende Sauerstoff unsere Atemluft.

 

 

Warum pflanzen wir den Wald in der Talaue eines Baches?

 

Wir leisten einen Beitrag zur ökologischen Verbesserung der Krückau. Darum wird das Projekt auch aus Mitteln für die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gefördert.

Mit der Wiederbewaldung der Talaue kann sich in der Krückau allmählich wieder die an kaltes Wasser angepasste Lebensgemeinschaft bachtypischer Tierarten einstellen. Der Wald dient zudem Vögeln als Brutplatz und Landtieren als Versteck. Auwälder sind die artenreichsten Lebensräume der gemäßigten Zone. Sie tragen außerdem zur Reinigung des Baches von Schadstoffen und übermäßigen Nährstoffen und damit schließlich auch der Reinhaltung der Elbe und der Nordsee bei. Denn die bewaldete Talaue filtert Schad- und Nährstoffe wirksamer als jede andere Bodenbedeckung aus dem Wasser heraus. Auf diese Weise wirkt der Wald wie ein riesiges Klärwerk.

 

Das Ziel ist der naturnahe Waldbach als Lebensraum einer bachtypischen Lebensgemeinschaft.

 

Wer profitiert vom Auwald?



Allen diesen Arten können wir mit unserer Gemeinschaftsaktion einen neuen Lebensraum schaffen.

 

Die Forelle gedeiht am besten in sauberen Waldbächen.

 

Der Schwarzstorch frisst gern Forellen und brütet im Auwald.

 

Die Larven der Blauflügelprachtlibelle kommen in Schleswig-Holstein fast nur noch in sauberen Waldbächen vor.

 

Die Flatterulme vermehrt sich fast nur in Auwäldern auf natürliche Weise. Ihre Wurzeln bieten Fischen und Kleintieren Versteckmöglichkeiten im Bach.

 

Die Sumpfdotterblume bildet in Auwäldern oft dichte Bestände.

 

Die Ringelnatter aus der Gattung der Wassernattern ist ein typischer Auwaldbewohner.

 

Der in Schleswig-Holstein seltene Pirol brütet gern in Auwäldern.

 

Der Eisvogel fischt in Waldbächen und brütet in bewaldeten Steilufern des Baches.

 

Der Fischotter fühlt sich im Auwald besonders wohl.