Schwarze Ölklumpen im Paradies

 

 

Ein Umwelt-Kunstprojekt an der EBS

 

Am 17. und 18. September fand an der Elsa-Brändström-Schule in Elmshorn ein Projekt zum Thema „Energienutzung und Energiegerechtigkeit“ mit dem 11. Jahrgang statt. Veranstaltet wurde die Aktion vom Klimabündnis, unterstützt durch die Stadt Elmshorn, die als Mitglied in diesem Bündnis vertreten ist.

 

 

Die Fachschaft Kunst der EBS griff diese Initiative auf, und so fanden sich am 17.9.2009 um 8.00 Uhr alle Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs ein, um zunächst einen Vortrag des Bündnisvertreters Thomas Brose zum Thema Umwelt und Energie anzuhören. Der Schwerpunkt lag auf der Bedrohung des Regenwaldes am Amazonas durch rücksichtslose Abholzung und Ölbohrungen. Anschließend wurde ein sehr eindrücklicher Film gezeigt über den Zustand der Natur sowie der Indigenen, die im ölverseuchten Amazonasgebiet leben. Krankheit, Tod und Ausweglosigkeit bestimmen dort den Alltag, das stimmte sehr nachdenklich und führte auch noch nach der Informationsveranstaltung zu zahlreichen Diskussionen.

 

 

 

Der zweite Tag stand dann im Zeichen künstlerischer Auseinandersetzung mit diesen Themen. Eine Auswahl von 20 Schülerinnen und Schülern konnte ab 9.00 Uhr morgens unter der Anleitung des eigens aus Berlin angereisten Künstlers Michael Arantes Müller arbeiten. Dieser war bereits mehrfach selbst in Amazonien gewesen und wusste interessant zu erzählen. Auf ca. 80 x 80 cm großen Leinwänden sollten die Schülerinnen und Schüler Bilder malen, die etwas über den Regenwald und die Umweltproblematik aussagen. „Wir wurden angespornt, unseren Ideen freien Lauf zu lassen“, sagte eine Schülerin und ergänzte, die Atmosphäre sei offen und angenehm gewesen. Es entstanden interessante, sehr aussagekräftige Bilder: Einige beschäftigen sich mit den vorher erzählten Sagen, andere mit Pflanzen und Tieren des Amazonasgebietes, alle thematisieren die Zerstörung des natürlichen Lebensraumes. Michael Arantes Müller sowie die Kunsterzieher gaben dabei Tipps und Anregungen.

Neben der wachrüttelnden Wirkung der Bilder auf spätere Betrachter ging es vor allem darum, dass „die Schülerinnen und Schüler in der künstlerischen Umsetzung einen persönlichen Zugang zu diesem Thema finden“, so die Kunstlehrerin Isgard Meeder.

 

Um 13.00 Uhr wurden die Bilder vor Vertretern der Stadt, der Vize-Bürgermeisterin Frau Czemper und Herrn Freudenhammer vom Bau- und Umweltamt sowie vor der Presse präsentiert.

 

 

Nicht alle Bilder konnten in den vier Stunden zu einem für die Schülerinnen und Schüler befriedigenden Ergebnis gebracht werden, sodass noch weiter gearbeitet werden wird. Sie zeigten sich aber zufrieden: „Alles in allem können wir mit einem positiven Gefühl auf das zweitägige Projekt zurückblicken.“

 

Die 20 Bilder werden in nächster Zeit in unserer Schule ausgestellt, werden dann aber auch mit den Werken der neun anderen Schulen, die sich an dem Projekt des Klimabündnisses bundesweit beteiligen, in einem Katalog gesammelt und im Internet veröffentlicht. Darüber hinaus sollen einige Postkarten in den Druck gehen und Ausstellungen auch auf bundes- und EU-Ebene organisiert werden.

 

Nach diesen Erlebnissen und der Teilnahme an einem vergleichbaren Projekt des Klimabündnisses bereits 2005 blickt die EBS mit Freude und Interesse auf die weitere Zusammenarbeit.

 

 

Links

 

http://www.klimabuendnis.org/

http://www.bazart.de/Kunst/arantes-mueller.htm

 

 

Katherina Lange und Kö