Genau 2000 Jahre ist es diesen Monat
her, dass die Römer eine entscheidende Niederlage in Germanien erlitten, die
als „Varus-Schlacht“ oder „Schlacht im Teutoburger Wald“ in die Geschichte einging.
Drei römische Legionen mit ihrem Tross (fast 20 000 Menschen!) sollen bei
herbstlichem Nebel und Dauerregen vernichtend geschlagen worden sein und Kaiser
Augustus zu dem erschütterten Ausruf veranlasst haben: „Varus, gib mir die
Legionen zurück!“ (Vare, legiones redde!).

Dieses Jubiläum nahmen die
Schülerinnen und Schüler der 8.-10. Klassen, die Latein als zweite Fremdsprache
lernen, zum Anlass, um zwei Fachtage durchzuführen. Diese Fachtage waren schon
die zweite Phase eines langfristig angelegten Projektes, denn bereits am 8.
Juni 2009 hatten die Lateinschüler eine ganztägige Exkursion nach Kalkriese im
Großraum Osnabrück unternommen, um den (vermutlich?!) historischen Ort der
berühmten Schlacht zwischen Römern und Germanen zu besuchen. Dort bestaunten
sie die zahlreichen Funde dieses Ortes – Knochen, Münzen,
Ausrüstungsgegenstände – und vor allem das große Außengelände, in dem ein Teil
des germanischen Walls und des ehemaligen Sumpfgebietes angelegt ist.
Von dieser Exkursion ausgehend
entwickelten die Schüler in unterschiedlichen Gruppen Fragestellungen, in deren
Mittelpunkt die Lebenswelt von Römern und Germanen vor 2000 Jahren stand. Ziel
war es, gemeinsam eine Ausstellung auf die Beine zu stellen, die der
Schulöffentlichkeit im Foyer der Schule präsentiert werden sollte. So kümmerten
sich die einen darum, den Schlachtenverlauf zu rekonstruieren, die maßgeblichen
Feldherren und die Lebensweise römischer Soldaten kennen zu lernen, die anderen
erforschten die Unterschiede in Lebensweise und Kultur der Römer und Germanen,
wieder andere untersuchten, wie Archäologen bei ihrer Arbeit vorgehen. Für
diesen Zweck war die Schülerbibliothek als Informationszentrum mit Büchern und
Katalogen zum Thema umgestaltet worden und Computerräume und Dokumentarfilme standen
zur Verfügung. All diese Medien wurden eifrig genutzt, um Informationen
zusammenzustellen, die dann in Schaubilder, Plakate oder Modelle umgesetzt
wurden. So war eine ganz besondere Aktivität an diesen Tagen zu spüren: Skizzen
entstanden und wurden wieder verworfen, über Inhalte wurde gestritten,
handwerkliches Geschick und Liebe zum Detail waren gefragt.
Und das Ergebnis kann sich durchaus
sehen lassen!

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