20.
Mai 2011
Die
Theater-AG der Ehemaligen spielt
nach
Nikolaj Gogol

Die
Honoratioren der Kreisstadt sind beunruhigt. Aus zuverlässiger Quelle weiß
Stadthauptmann Anton Antonowitsch,
dass ein
hoher Beamter aus Petersburg das Gouvernement inspizieren soll – inkognito und
in geheimer Mission.

Und da ist
leider einiges im Argen.
Bei Marta
Filiponowna in den Armenanstalten, bei Ammos Fjodorowitsch auf dem
Kreisgericht...

... ebenso
wie bei Luka Lukitsch in der Schule.

Die
Postmeisterin erhält die Anweisung, sicherheitshalber die ein- und ausgehende
Post „ein wenig zu öffnen“.

Olga
Iwanowna Bobtschinskaja und Olga Iwanowna Dobtschinskaja bringen Neuigkeiten:

„Er ist
schon da: Er heißt Iwan Alexandrowitsch Chlestakow und wohnt im Gasthof.“

Beamter
aus Petersburg, ja, aber ein ganz unbedeutender.
Zudem hat
Chlestakow sein ganzes Geld verspielt.
Der Wirt
ist nicht mehr bereit anzuschreiben, und die Suppe schmeckt auch nicht.

Der
Stadthauptmann gibt sich unterwürfig. „Ich leihe Ihnen natürlich etwas.“

Olga
Iwanowna überbringt Frau und Tochter des Stadthauptmanns die Nachricht:
Anton
Antonowitsch hat den „hohen Beamten“ in sein Haus eingeladen.

Chlestakow
wird mit der Familie bekannt gemacht.
Der Wein
beflügelt seine Phantasie und sein Posten in Petersburg wird immer bedeutender.

Chlestakows
Diener Ossip nutzt die Gunst der Stunde.

„Wir
müssen etwas unternehmen.“ – „Aber was?“ – „Das ist doch wohl klar.“

Richter
Ammos Fjodorowitsch Ljapkin-Tjapkin ist überrascht, wie bereitwillig der
vermeintliche Revisor das Geld nimmt.

Schulinspektor
Luka Lukitsch Chlopow ist kein Freund von Zigarren.

Kuratorin
Marta Filiponowna Semljanika legt bereitwillig die Schwächen der anderen offen.
„Soll ich
das alles nicht zu Papier bringen?“

Wie immer
im Doppelpack: Auch Dobtschinskaja und Bobtschinskaja erwarten sich Vorteile.

Kaufmann
Abdulin beklagt sich über den Stadthauptmann und bringt sicherheitshalber auch
500 Rubel mit.

Chlestakow
flirtet mit Marja Antonowna, dem Töchterchen des Stadthauptmanns...

... und
der Vollständigkeit halber auch gleich mit dessen Frau Anna Andrejewna.

„Ich bitte
Sie um die Hand Ihrer Tochter.“

„Tun Euer
Exzellenz nach Ihrem Belieben.“ – Er tut es.

Siegerstimmung:
„Du wagst es, dich über mich zu beschweren?“

„Diesem
Schwein lacht doch immer wieder das Glück!“
Alle
gratulieren zur Verlobung und knirschen mit den Zähnen.

Anton
Antonowitsch träumt davon, mit diesen Beziehungen bald zum General
aufzusteigen.

Schleimspur.
„Vergessen Sie uns dann nur nicht!“

Schock.
Die Postmeisterin hat – weisungsgemäß und aus Neugierde – einen Brief
Chlestakows geöffnet.
„Er ist
gar kein Revisor!“

Einige
lachen noch, einige schon nicht mehr. In dem Brief kriegt jeder sein Fett weg.

Fassungslos:
„Aber er hat sich doch mit Maschenka verlobt!“

„Ich bin erledigt!“ – Anton Antonowitsch ahnt
noch nicht wie sehr...

...denn
jetzt ist der echte Revisor eingetroffen.

ENDE