Unsere Vergangenheit hat die Voraussetzungen für Gegenwart und Zukunft geschaffen, und nur durch Rückbesinnung auf unsere Vergangenheit lernen wir für unsere Gegenwart und unsere Zukunft.
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Die Kultur der Griechen und der Römer hat sich fortgesetzt
in den Ideen der Staatsformen, in den Wertvorstellungen, die uns heute noch
prägen. Die Demokratie ist eine Erfindung der Griechen, aber diese Idee wird
heute in den unterschiedlichsten Ausprägungen gelebt. Die Römer waren Meister
der Organisation, die sogar den Zusammenbruch ihres Weltreiches überlebte und
in vielen Elementen, z.B. in der Rechtsprechung, bis heute überdauert hat. |
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Das Mittelalter ist uns viel näher, als wir denken, denn es begegnet uns im Alltag. Die Geschichte unserer Städte und unserer Landschaften, wenn wir Fachwerkhäuser, Kathedralen, Burgen und Schlösser besichtigen, wird zum Teil unserer Gegenwart. Die katholische Kirche und ihre bedeutungsvolle Tradition sind seit dem Pontifikat Johannes Pauls II. und seit der Wahl Josef Ratzingers als „deutschem“ Papst wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit getreten. Was ist die Bedeutung dieses Kirchenoberhauptes? Warum
gibt es andere Kirchen? Worin liegt die Bedeutung von Religion für die
Entwicklung Europas? Dies ist nur erklärbar durch die Verbreitung des
Christentums und in der Etablierung der Kirche als Weltmacht. |
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Die Menschen fanden Wege aus der Bevormundung durch kirchliche und weltliche Fürsten von Gottes Gnaden. Ein schwerwiegender Schritt in der Geschichte der menschlichen Erkenntnis! Der Mensch stand endlich im Mittelpunkt und die Freiheit
des Denkens ließ sich nicht länger aufhalten. Das Zeitalter des Humanismus
und der Renaissance ließ ein neues
Weltbild zu und bereitete der Reformation den Weg. |
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Diese Entwicklung führte in die Aufklärung und damit zu
der Forderung Kants zur Emanzipation des Menschen aus seiner selbst
verschuldeten Unmündigkeit. Die folgenden bürgerlichen Revolutionen
enthielten bereits die Forderung nach Menschenrechten und Beteiligung des
Einzelnen an der Kontrolle der staatlichen Macht und der Gesetzgebung. Das nationale Denken erwachte in Europa und in den
Vereinigten Staaten sowie in vielen außereuropäischen Kolonien. Es entstanden Nationalstaaten mit expansiven Interessen,
die in den Imperialismus mündeten, aber auch
Bewegungen, die innenpolitische Reformen auf sozialer und
demokratischer Basis verlangten. Die unterschiedlichen Konzepte führten die
Welt im 20. Jahrhundert in die Katastrophen des I. und II. Weltkriegs und an
den Rand eines nuklearen Konfliktes. |
Geschichte zu stark
vereinfacht? – Nein!
Im
Unterricht werden Entwicklungen mit Kenntnis der Fakten differenziert
erarbeitet mit dem Ziel, dass unsere Schülerinnen und Schüler die Einsicht in
die Zusammenhänge gewinnen und diese auch kritisch beurteilen können. Wir
möchten Kinder und Jugendliche zu Staatsbürgern bilden, die zu unserer
freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen. Sie sollten kritisch und konstruktiv
Verantwortung tragen lernen; die Freiheiten, die das Grundgesetz gewährt, zu
schätzen wissen und bereit sein, für diese Errungenschaften einzustehen.
Für
historische Stadtrundgänge und den
Besuch unseres Industriemuseums in Elmshorn nutzen wir gern Wandertage der 6.,
7. und 8. Klassen, denn die unmittelbare Umgebung sollte kein unbeschriebenes
historisches Blatt bleiben. Auf Wanderfahrten und Wandertagen werden viele
Möglichkeiten genutzt, die Schüler und Schülerinnen der Mittelstufe die
Vergangenheit erleben zu lassen. Die Oberstufe bietet über unseren
Projektunterricht intensiveren Umgang mit Geschichte und ihrer Erforschung
(z.B. Archivarbeit im Rahmen eines „Stolpersteinprojektes“), aber auch die
Studienfahrten sind meist historisch-kulturell ausgerichtet.
Oft fangen
wir aber auch „ganz klein“ an und führen bereits Schüler und Schülerinnen der
6. Klasse im Projektunterricht an Fragen der unmittelbaren Vergangenheit und
der Gegenwart heran.